Das thermische Entgraten (TEM - Thermal Energy Method) ist ein Verfahren zum Entfernen von produktionsbedingten Graten, entstanden z. B. durch Fräsen oder Bohren, an den unterschiedlichsten Maschinenteilen. Wissenschaftlich korrekt wird TEM als „thermisch-chemisches Entgratverfahren“ bezeichnet und ist nach DIN 8590 der Untergruppe der abtragenden Verfahren „chemisches Abtragen“
zugeordnet.

Beim TEM-Verfahren wird der abzutragende Werkstoff verbrannt, da zwischen Werkstoff und Gasgemisch eine chemische Reaktion stattfindet. Hierzu werden die Werkstücke in eine glockenförmige Entgratkammer gelegt, welche mittels Verschlussteller hydraulisch verschlossen wird. Über ein Gasdosiersystem wird ein genau definiertes Gemisch aus Brenngas und Sauerstoff in die Entgratkammer geleitet und gezündet. Bei der anschließenden Verbrennung entstehen Temperaturen von 2.500 - 3.300 °C. Der abzutragende Grat erreicht hierbei seine Zündtemperatur und reagiert mit dem überschüssigen Sauerstoff in der Entgratkammer. Dies führt innerhalb von 20 ms zu einer vollständigen Verbrennung der Grate.

Bearbeitbar sind verschiedenste metallische Werkstoffe sowie alle Thermoplaste wie PA, PE, PTFE, PUR und PMMA, aber auch Spritzgussteile ohne Glasfaseranteil. Die Zykluszeit des thermischen Entgratens beträgt insgesamt weniger als zwei Minuten.

 

 

 

 

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