Die thermisch-chemische Entgratung ist ein Verfahren, bei dem ein explosives Brenngas-Sauerstoff-Gemisch in einer  Druckkammer durch einen Zündfunken zur Explosion gebracht wird. Selbstverständlich unterliegen solche Anlagen auch erhöhten  Sicherheitsauflagen, da sie unter die Rubrik „Druckbehälter- Verordnung“ fallen. Die iTEM-Anlagen beinhalten folgende  sicherheitsrelevante Einzel–Komponenten: 

  • Schallschutzkabine Die Kabine bietet zusätzlich zum Schallschutz auch Schutz vor unbeabsichtigtem Hineingreifen.
  • Steuerung Das Logikteil der Steuerung ist eine programmierbare Steuerung, aufgebaut als quittierende Folgesteuerung mit Wiederholsperren, die eine Fehlbedienung der Maschine ausschließt.
  • Zündkontrolleinrichtung Über eine Minimal-Drucküberwachung wird sichergestellt, dass die Zündung nur eingeleitet werden kann, wenn die notwendigen Schließkräfte in den Zylindern anstehen. Durch die Verbrennung des Gasgemisches in der Brennkammer  wird Wärme erzeugt, die von der Zündkontrolleinrichtung erfasst wird. Dadurch kann erst der Befehl zur Kammeröffnung gesetzt  werden. Erfolgt nach dem Befehl „Zündung ein“ nach Ablauf einer vorgegebenen Frist keine Zündung, das heißt, wird keine Wärme freigesetzt, meldet die Zündkontrolleinrichtung „keine Zündung“ und die Kammer wird automatisch entlüftet.
  • Brennkammerenddruck Für jede Brennkammergröße ist ein maximal zulässiger Kammerfülldruck vorgegeben. Über eine Maximal-Drucküberwachung wird sichergestellt, dass auch bei Fehlbedienung keine Überfüllung der Brennkammer erfolgen kann.
  • Brennkammeröffnungsdruck Eine unter Druck gesetzte Brennkammer kann nur geöffnet werden, wenn die Zündung erfolgt ist  oder die Kammer entlüftet wird. Die Entlüftung wird dosiert veranlasst, indem die Brennkammer über eine gedrosselte  Entlüftungsleitung (über Dach) entleert wird. Erst wenn der Kammerdruck <1,5 bar ist (voreingestellter Druckschalter), kann die  Kammer geöffnet werden.
  • Gaswarneinrichtung Diese besteht aus Zentralgerät und Messkopf. Der explosionssichere Messkopf ist in der Schallschutzkabine  montiert. Bei Ansammlung eines brennbaren Gasgemisches innerhalb der Schallschutzkabine schaltet diese Einrichtung die elektrischen Zuleitungen zur TEM-Anlage ab, bevor die untere Explosionsgrenze (UEG) erreicht ist. Die Gaszufuhr wird  unterbrochen, da bei Funkenbildung Explosionsgefahr besteht.

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